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Kiva verschenkt Kredite

Zum Weltfrauentag hat Reid Hoffman, Kiva board member und LinkedIn Co-founder 38.000 Kredite für Kiva gespendet.

Wer über einen invite Link sein Kiva-Konto eröffnet kann mit $25 ein Projekt seiner Wahl unterstützen.
Kiva hat vor Kurzem den sechsten Geburtstag gefeiert und konzentriert sich nach einer kurzen Erweiterung auf die USA wieder auf Mikrokredite in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Ca. 12.000 Mikrokredite können aktuell noch vergeben werden. Also anmelden und spenden.

sechs Jahre Microfunding – Kiva hat Geburtstag

Kiva feiert seinen sechsten Geburtstag. Die Plattform vermittel Mikrokredite, ähnlich wie die Grameen Bank von Muhammad Yunus. Mein erster Kontakt mit TED waren die Vorträge zum Thema Rethinking Poverty. Besonders Ngozi Okonjo-Iweala, Finanzministerin in Nigeria und Iqbal Quadir mit seinen Berichten aus einem Kriegsgebiet haben Eindruck bei mir hinterlassen.

Mit kleinen Summen, angefangen bei 25$ kann man selbst auswählen, welches Projekt man unterstützen möchte. Die Rückzahlungen landen im Kiva Konto und können neu investiert oder auf das eigene Konto ausbezahlt werden.

Mikrokredite können sicher keine humanitäre Katastrophenhilfe ersetzen, für ein gesundes Wachstum des Kleingewerbes und vielleicht auch des Mittelstands sehe ich diesen Weg aber als durchaus eine interessante Ergänzung zu bestehenden Systemen.

Kiva Lender PageBei bisher 26 Krediten habe ich noch keinen Ausfall erlebt und alle Rückzahlungen wieder neu auf Kiva investiert, sobald mein Konto über 25$ stand. In Einzelfällen wurde mal ein Kredit wegen Formfehler nicht ausgezahlt und sofort auf das Kiva-Konto erstattet.

Als kleinen Nerd-Spaß bin ich der Gruppe Church of the Flying Spaghetti-Monster beigetreten, obwohl ich kein Pastafari bin. Die tolerieren sicher auch Ungläubige. Wenn jemand eine passenderes Team für mich hat, lasse ich mich gerne einladen.

IOM Summit 007

Social ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen

Social Media, Social Networking, Social Business – es klingt wie ein Fest auf dem Ponyhof, besonders in der Übersetzung Soziale Medien, Soziales Netzwerk, …
Dem deutschen sozial haftet immer die Vorstellung von gegenseitiger Unterstützung an und schränkt die Bedeutung gegenüber dem englischen social stark ein.

Als beste Definition von social ist mir bisher die von Dana Chisnell am IA Summit ’11 begegnet.
social is any action that influences the behavior of another human being
Damit bezieht sie sich auf das Dilemma des klassischen Usability-Testing. Dies findet unter kontrollierten Bedingungen statt: ein User, ein Rechner, ein Raum, eine Aufgabe. Das social web lebt aber von den Interaktionen zwischen Nutzern.
Enterprise2.0 Plattformen zeichnen sich besonders durch eine Nutzungsoffenheit aus, von Usability kann deshalb nur bei der Verwendung für bestimmte Aufgaben gesprochen werden.
Nun mag sich so eine Infrastruktur rechnen, wenn man nur die vorgesehenen Szenarien bewertet, die Vorteile jenseits klassischer KPI stellen sich ein, wenn man den Nutzern ihren Freiraum lässt.
Anders sieht es aus, wenn über bekannte Pattern eine intuitive Bedienbarkeit einzelner Funktionen erzielt wird.
Die Diskussion, ob man facebook jetzt eine gute Usability unterstellen könnte tauchte auch am IOM-Summit wieder auf. Klar haben 800Mio Nutzer kein Problem dort zu kommunizieren, Sie verfolgen dabei wahrscheinlich kein gemeinsames, bewusst gestecktes Ziel.

IOM Summit 007

Diskussion am IOM Summit


So einfach Web2.0 Angebote sich im einzelnen nutzen lassen, um damit im Team effizient zu einem Ergebnis zu kommen, ist Schulung notwendig. Das wäre dann keine klassische Anwenderschulung, sondern ein Coaching der Gruppe. Als Beispiel sei die Übersicht von centrestage genannt.
[update:]Communote hat ebenfalls ein Beispiel für den produktiven Umgang mit einer nutzungsoffenen (Mikroblogging)-Plattform am IOM-Summit vorgestellt[/update]

Dies wird gerne übersehen, wenn man den Ponyhof im Kopf hat. Vielleicht sollten die Verfechter des Social Business diesen Begriff besser der Definition von Muhammad Yunnus überlassen. Dessen Definition entspricht einem ganz anderen Verständnis von social, dem genauso überstrapazieren nachhaltigen Wirtschaften und konkurriert aktuell mit dem Nachfolger des Enterprise2.0 Gedanken.

Mit einer besseren Übersetzung oder gar einem passenderen internationalen Begriff muss ich leider passen.

Webmontag revisited

Der Webmontag Stuttgart ist schon länger durch das Klassentreffen pl0gbar erst ergänzt, dann ersetzt.
Umso mehr freut es mich, dass in anderen Städten noch ein reger fachlicher Austausch stattfindet.
Auffällig war das große Einzugsgebiet des Webmontag Hannover, mehrere Teilnehmer nahmen über 45min Anreise in Kauf.

Das bewirtete Nebenzimmer des DHC Hannover ist gemütlicher als die HdM oder das Literaturhaus Stuttgart, dafür müssen die Referenten ohne PA gegen einen höheren Lärmpegel anreden. Erstmals wurden die Pausen des Frankfurter Webmontag übernommen. Besonders für Raucher, aber auch für den Rest ist das sehr angenehm.

  • Jens Grochtdreis stelle YAML vor und zeigt schön die Vorteile der umstrittenen HTML/CSS Frameworks. Prototyping und Arbeit im Team wird damit gut unterstützt, um schlanken Code zu erzeugen ist immer noch viel Handarbeit und Erfahrung notwendig.
  • VersaCMS ist ein fremdgehostetes CMS, das mit FTP-Zugriff auf statische HTML-Seiten arbeitet. Björn Dorra hat das „CMS mit einer CSS-Klasse“ vorgestellt und es scheint mir die einfachste Möglichkeit zu sein, Frontpage- oder Dreamweaver-Friedhöfe zu aktualisieren.
  • Stefan Martens stellt die Social Media Aktivitäten von Otto vor, formspring.me polarisiert immer noch und ich kann es nicht leiden, weil es die Timeline zuspammt.
  • Alan Webb ist bei jedem Besuch der Hannover Webszene ein Highlight. Die trockenen Kommentare zu SEO und der Slang ist einfach sagenhaft. Da die SEMSEO ausverkauft ist, scheinen noch mehr mein Urteil zu teilen.

Die Zusammenfassungen der Organisatoren Nicole und Tobias sind bereits schon online, ebenso das fantasitisch flickr-Set von Alexander. Eine ganz nette Idee ist auch die Anwesenheitsliste in Form einer Twitter-List um die Teilnehmer online zu finden. Zur CeBIT sieht man sich sicher wieder, ich freu mich.

Update: Der Webmontag Stuttgart lebt wieder. Am 1. März ist der nächste Termin angesetzt und soll auch stattfinden.

Social Media Icons

Über Rozana habe ich die Webseite von Wolfmother entdeckt. Bei mir lief da gerade ein etwas anderes Genre. Weit mehr als die Musik haben mich aber die Symbole zu dem verschiedenen Social Media Plattformen beeindruckt.

Social Media Symbole

  • Contact erinnert an ein Netzwerk, obwohl der Kommunikationskanal Email eher zwischen Einzelpersonen stattfindet. (in dem Fall wird CC: und BCC: keine große Rolle spielen) Trotzdem gefällt mir die gewählte Visualisierung, vor allem weil der Graph nicht vollständig ist.
  • Facebook ist eine geschossene Bastion, das ursprüngliche Konzept war auch sehr zugeknöpft. Inzwischen hat sich das mit Facebook Connect etwas geändert, der Weg nach drinnen ist für Informationen aber wesentlich leichter, als der Weg nach draußen.
  • Bei Myspace weiß ich nicht, ob ein Auge wacht, oder etwas strahlt. Letzteres würde die offen einsehbaren Profilseiten gut repräsentieren, ersteres die Politik von Rupert Murdoch.
  • Das Visual zu twitter finde ich sehr gut getroffen. Die unterschiedlichen Netzwerke der einzelnen Teilnehmer überlappen sich teilweise, Nachrichten können von einem Bekanntenkreis zu einem anderen fließen und von außen sind die Pfade nicht völlig klar.
  • Mit youtube hatte ich erst meine Probleme, weil ich eine stoppende Hand wahrgenommen habe. Betrachtet man die Hand von oben, ist es eine gebende Hand über dem Datenstrom. Dank der hohen Zahl der youtube zu mp3 Konverter dürfte das wirklich ein Geschenke-Kanal sein. Aber auch ohne diese Tools sind die zunehmend von offizieller Seite eingestellten Videos ein Geschenk.

Im Gegensatz zu reichhaltigen Iconsammlungen, die sich an den Logos orientieren, ist hier ein ganz anderer Ansatz gewählt worden.
Der Wiedererkennungswert der Dienste ist verloren gegangen, die Symbole passen aber sehr gut zur restlichen Gestaltung der Seite. Zudem gefallen mir einzelnen Ideen recht gut.