Kategoriearchiv: review

Charts 2009

Die fleißigen scrobbler Henning und Jenny haben ihre Charts 2009 rausgesucht. Meine last.fm-Charts sind weniger aussagekräftig, da sich iTunes selten scrobble, sondern viel über Hype Machine oder die iPhone-App höre.
Trotzdem hier mal die Charts aus last.fm
  • Zettt – Brennwert 320
  • Bedřich Smetana – The Moldau
  • Zettt – Waves
  • Lang Lang & Schiller – Time for Dreams
  • Ida Engberg – Disco Volante
  • Zettt – Trick me
  • Alan Braxe & Fred Falke – Intro
  • Stardust (Thomas Bangalter, Alan Braxe & Benjamin Diamond) – Music Sounds Better With You
  • Zettt – Sandra’s Darknes
  • University of Chicago Symphony Orchestra – Vysehrad (The High Castle)
  • Ramon Tapia – Trommelmashine
  • Zettt – Low Frequency Oscillator
  • Sir Edward Elgar – Elgar Pomp and Circumstance March 1
  • Sir Edward Elgar – Elgar Pomp and Circumstance March 2
  • Ida Engberg – The giant From Nibiru
  • Travis – Driftwood
  • Johann Strauss II – The Blue Danube
  • Mylo – Drop The Pressure
  • Travis – Sing
  • Zettt – Delay Madness
  • Zettt – Merkina
  • University of Chicago Symphony Orchestra – Sarka
  • Santogold – Unstoppable
  • Alan Braxe – Addicted

Gefühlt sind die Top-Interpreten Tocadisco, Mylo, Ramon Tapia, Dubfire, Fedde Le Grand, Stardust, Thomas Bangalter, Alan Braxe und als Retro-Entdeckungen Die Beginner und Fettes Brot.

wikando in der closed beta

Nach der ersten Ankündigung ist wikando jetzt in die closed beta gestartet. Im Gründertagebuch und im Blog lassen sich die Verbesserungen der letzten Monate nachlesen.
Invites gibt es keine, es warten noch genügend Pixelmännchen auf den Einlass.

Ein schneller Rundgang durch wikando:

wikando-dashboardwikando-profilwikando-enterprisewikando-musterprojekt

wikando-spende

Projekte, Einzelpersonen und Unternehmen haben jeweils eine Profilseite, die Bereiche sind optisch durch verschiedene Farben getrennt.
Projektseiten können zusätzlich mit Blogbeiträgen und Bildern versehen werden.

Allen drei Profilarten kann man auf eine Merkliste setzen, also folgen. Den Activity-Stream aller gemerkten Personas findet man auf der Übersichtsseite.

Freundeslisten, also synchrone Beziehungen sind nicht vorhanden. (Hat jemand den Link zur Diskussion asynchrone vs. synchrone Relationships auf facebook/twitter?) Teams oder Gruppen fehlen auch.

Projekte können mit Sach-, Geld-, oder Zeit- oder Wissensspenden unterstützt werden.
Für die ersten drei Kategorien wird eine Nachricht an den Projektleiter geschickt, Geldspenden werden über wikando direkt abgewickelt.
Als Zahlungsmethoden stehen Überweisung, die originelle sofortüberweisung und PayPal zur Verfügung. Spenden werden zu 100% weitergeleitet.

Von den Funktionen ist wikando ähnlich wie betterplace.org aufgestellt. Beide finanzieren sich über die teilnehmenden Unternehmen.

Alternative Ansätze für Online-Charity wären aktuell:

  • Helpedia.de hier können Privatpersonen Aktionen starten, um Spenden für eine Hilfsorganisation zu sammeln.
  • Kiva.org ähnlich wie bei der  Grameen Bank werden keine Spenden sondern Mikrokredite ausgegeben. Die Ausfallquoten dieser Kredite ist erstaunlich gering.

update:

wordpress stellt den [ gallery ] shortcode z.Zt. nicht dar, die Screenshots sind deshalb vorübergehend einzeln eingefügt.

Enterprise 2.0 FORUM – Rückblick

Konferenztwittern bringt Follower. Fünfzehn User haben meinen Twitterstream während des Enterprise 2.0 FORUM aboniert. Lag wohl an den Retweets von Martin und Jutta, oder an Twemes.

Enterprise 2.0 FORUM

Enterprise 2.0 FORUM

Lag beim letzten Enterprise2.0FORUM der Schwerpunkt noch stark auf Collaboration in Wikis und Vertrauen als Erfolgsfaktor, standen diesmal die Benutzer und Communities im Mittelpunkt.
Sehr gefallen hat mir in der Keynote von David Terrar (D2C, @dt) die Relativierung der Nielsen-Regel (90-9-1) — 90% sind nicht zwangläufig passive Karteileichen, ein Großteil will zuhören und lernen.

Wie schon im Seminar unter der Moderation von Alexander Richter herausgearbeitet, sind klare Ziele und eine Infrastruktur, die sich an diesen Vorgaben und der Firmenkultur orientiert essentiell.
Ähnlich vielfältig wie die Erfahrungen der Seminarrunde waren die Rahmenbedingungen und Lösungen der Fallbeispiele.

Ein ausgiebigen Test von vier Systemen wie ihn die Lufthansa durchgeführt hat, kann sicher nicht jede Firma durchführen.
Das Intranet als Framework für Mashups zu entwickeln ist nur sinnvoll, wenn genügend IT-Know-How in der Firma vorhanden ist.

Aus jeder Fallstudie kann man jedoch Erfahrungen für die eigenen Projekte mitnehmen, zumal die Referenten jeweils die Ausgangssituation und die Besonderheiten sauber vorgestellt haben.

Frank Schönefeld hat die großen Mythen der Social Software sehr präzise auf messbare Verbesserungen reduziert und damit den Kreis zu den notwendigen Zielen bei der Einführung geschlossen.

Außerhalb der Vorträge sind mir noch ein paar Kleinigkeiten aufgefallen.

  • Twitter wurde nicht extra vorgestellt, sondern es war “normal” zu twittern und in der Fragerunde die Tweets zum Vortrag aufzugreifen. Ein paar Besucher haben sich dann in der Pause erkundigt, was das ist.
  • Genauso gängig war der Begriff Wikigärtner bzw. Wikiwichtel, dieser Beruf wurde sonst auch ausführlicher vorgestellt.
  • In Kölns Brauereien gibt es wenig Auswahl für Vegetarier.
  • Wenn man sich in einer Gruppe länger auf englisch mit einer Person unterhalten hat, fällt danach auf deutsch das Sie recht schwer.

Weitere ausführliche Berichte sind bei frogpond, Joachim Lindner, Alexander Richter und auf Enterprise2Open zu finden, meine Bilder sind auf kongressmedia/flickr zu finden.
Ein großes Lob an Kongressmedia für ein abwechslungsreiches Programm und das gelungene Open Space Experiment im Rahmen einer Konferenz.

SCF Fav#2: burdastyle

burdastyle.comWer einigermaßen gut nähen kann, ist in der Lage einen wirklich individuellen Stil zu pflegen. Der Trend zu Organic Fabrics und entsprechenden Looks lässt viel Raum für Experimente. In den Staaten ist DIY schon länger chic, mit Etsy existiert sogar eine extra Handelsplattform für selbst gebastelte Waren.

Im Heimatland des burda Modemagazins scheint jedoch Fasching der größte Markt für Schnittmuster zu sein. Für den Markteintritt in den USA mit dem jungen Zielpublikum wurde extra eine neue Plattform mit Social-Commerce Konzept gewählt.
BurdaStyle kombiniert einen Schnittmusterkatalog mit einem Raum, Änderungen und Eigenkreationen zu präsentieren.

Dabei können die User auch eigene Schnitte kostenlos anbieten, lediglich die Grundschnitte von Burda sind teilweise kostenpflichtig. Für die Arbeit lassen sich die Schnitte entweder auch mehrere DIN-A4 Bögen verteilt oder als Posterformat im Copyshop drucken.
Neben den eigenen Kreationen können die Nutzer auch Schritt-für-Schritt Anleitungen als Photo-Story oder Video hochladen.

Faszinierend an dem Konzept ist, dass das BurdaStyle-Team selbst als User gleichberechtigt mit den Nutzern agiert und auf der eigenen Plattform kostengünstigere Konkurrenz (bei den Schnittmustern) zulässt. Für die weitere Monetarisierung sind bereits verschiedene Ansätze in Test und Planung, die Akzeptanz scheint dafür recht hoch zu sein.
Mit der größte Erfolgsfaktor ist die Leidenschaft, die Nora und Benedikta in der Community zeigen. Authentizität ist gerade bei emotionalen Produkten besonders wichtig.

Für Männer existieren auch einige Schnitte, allerdings schätze ich meine Begabung an der Nähmaschine recht gering ein…

Mehr zur Firma erfährt man im Open Source Sewing Blog,
SCF Fav#2 steht für Social Commerce Forum Favorite No.2
Die Vorstellung der Social Commerce Seiten erfolgt rein aus Interesse/Begeisterung und ohne Gegenleistung der jeweiligen Plattform.

wendlingen.de neu gestaltet

Wendlingen.de, die alte VersionDie Website der Stadt Wendlingen war lange Zeit vom Charme der ersten Zeiten im Netz geprägt. Jetzt soll der Sprung in die Gegenwart erfolgen.

Optisch ist dabei eine grundsolide Seite mit klassischer Struktur entstanden, die konsequente Verwendung von Punkten hinter den Navigationselementen ist wohl ein neues Branding.
Die Seite basiert auf RedDot und ist ohne Frames und Tabellen realisiert, valides HTML oder semantische Klassen sind leider nicht umgesetzt. Auch sprechende URLs fehlen.

Wendlingen.de seit 1.Juli 2007

Neu ist das Konzept der engen Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen. Zum Start sind hier noch wenig Inhalte finden, die RSS-Feeds sind aber schon vorbereitet. Mit den sogenannten Bürgerinfo-News ist es nichtgewerblichen Organisationen möglich, auf den Seiten der Stadtverwaltung Inhalte zu erstellen. Die Anmeldung dazu erfolgt netterweise direkt auf der Bürgerinfo Seite, die manuelle Freischaltung als Redakteur ist auf kommunalen Seiten sicher angebracht.

Veranstaltungen lassen sich leider nur nach Absenden eines Formulars einsehen, die einzelnen Enträge haben keine Permalinks, so dass man sie schlecht weiterleiten kann.
Dafür ist jeweils eine ical-Datei hinterlegt, so dass man die einzelnen Veranstaltungen leicht in den privaten Kalender übernehmen kann. Sehr praktisch und das Branding mit dem Punkt wird auch hier beibehalten.

Insgesamt gefällt mir die neue Seite ganz gut, nur die urls finde ich extrem störend.

WebSphere Portal Launch @ IBM Labs

Der Launch des IBM WebSphere Portal 6.1 war eine nette und gelungene PR-Veranstaltung. Viele der Anwesenden kannten die Neuerungen schon aus der Beta und suchten den Kontakt zu den Entwicklern.

Die Web2.0-Features sind erwartungsgemäß sehr technischer Natur, im Wesentlichen wird das Portal um ein AJAX-Framework ergänzt. Außerdem sind mit dem Web2.0 Theme für das Template-Design nun keine JSP-Kenntnisse mehr notwendig.

Mashups sollen die Anwendungsentwicklung beschleunigen und einfacher gestalten. Situational Applications, also sofort benötigte Programme, bei denen der jeweilige Experte nur wenig Programmier-Kenntnisse aufweist, werden meist in Excel umgesetzt. Design-Patterns und REST-ähnliche Schnittstellen sollen eine Alternative bieten, so erstellte Portlets lassen sich einfach weiterverwenden, bzw. neu kombinieren.

Die Kommunikation der Portlets untereinander läuft nach WSRP2.0/JSR286 über Eventing direkt oder den globalen Kontext. Dank Microformats sind auch Aktionen ohne zusätzliche Server-Requests möglich. Unbeantwortet blieb die Frage, wie eine Testbench für AJAX-lastige Seiten aussehen kann. Immerhin bedienen die Portale im Produktivbetrieb oft 10.000 – 50.000 concurrent Sessions, ein Prototyp für 500.000 Sessions ist im Test.

Die Integration der Services auf der Präsentationsschicht lässt ein einfaches Auswechseln der Services zu, allerdings sind dynamische Seiteninhalte von verschiedenen Servern unter Sicherheitsaspekten teilweise kritisch. Der Portal-Server bietet deshalb einen AJAX-Proxy, der Inhalte von trusted Sites wie eigenen Content ausliefert und so ssl-Verschlüsselung einfacher gestaltet, besonders falls die Schlüssel ab und zu erneuert werden müssen.

SCF Fav#1: JULIE & GRACE

 Schmuck ist immer ein sehr persönliches Gut und selbst bei Modeschmuck dauert die Kaufentscheidung oft relativ lange.
Möglichst individuell sollte das Stück meistens auch noch sein.

Die Schmuckmanufaktur JULIE & GRACE zeigt hier ein reizvolles Social Commerce Konzept.
Ketten, Armbänder und Ohrringe (was Charms sind, hab ich nicht verstanden) können online individuell gestaltet werden und kommen 4-5 Tage später aus Bali. Vor dem Versand bekommt man bereits Fotos des eigenen Schmucks geschickt.

Zusätzlich kann man die eigenen Kreationen im Showroom ausstellen und wird am Umsatz beteiligt, wenn ein anderer Kunde den Schmuck bestellt oder als Grundlage für eine eigenes Schmuckstück verwendet.  Bereits nach kurzer Zeit waren schon die ersten Modewellen zu beobachten und häufig werden einfache Stücke mit teureren Materialen später aufgewertet.

Founder JULIE & GRACE

Die Provision pro Artikel erhalten die Hobby-Designer auch, wenn sich ein Händler entschließt, eine Kleinserie produzieren zu lassen.
Wer also ein wirklich individuelles Schmuckstück möchte, sollte überlegen, ob die Designs nicht lieber leicht verändert in den Showroom wandern.

Selbst ohne Provision generiert die Community einen echten Mehrwert, da Modetrends verfolgt werden können und ein spielerisches Ausprobieren von Design-Ideen möglich ist.

Für Männer sieht das Angebot bei Julie&Grace eher mau aus, höchstens im Surfer- oder Ethnostil lässt sich etwas Tragbares zusammenstellen. Auch der von mir geschätzte Edelstahl ist nicht in der Materialliste.

Mehr zur Firma erfährt man im J&G Backstage Blog,
SCF Fav#1 steht für Social Commerce Forum Favorite No.1
Die Vorstellung der Social Commerce Seiten erfolgt rein aus Interesse/Begeisterung und ohne Gegenleistung der jeweiligen Plattform.

Social Commerce FORUM – Überblick

Erfolgsfaktor Nr.1 für Communities ist Passion und Leidenschaft.
Entsprechend sind es emotionale Produkte, bei denen das Konzept Social Commerce greift. Fashion, Musik und Lifestyleprodukte lassen sich besonders gut über eine Community vertreiben.

Allgegenwärtig ist die 90-9-1 Regel und jede Plattform muss für sich bestimmen, wie die inaktiven Nutzer in das Konzept integriert werden können. Das muss nicht zwingend eine Mitarbeit in der Community sein, das Beispiel justaloud zeigt, wie durch das gemeinsame Bewerten und Aufspüren von neuer Musik ein Mehrwert geschaffen werden kann, der von den (passiven) Nutzern durch den Kauf der Titel honoriert wird. Aktivität in der Community und Konsum sind dabei nicht zwingend proportional.

Genauso sind Communites seitens der Händler denkbar. Tradoria nutzt die Cross-Selling-Potentiale verschiedener kleiner und spezialisierter Händler und bietet die komplette Shop-Lösung als SaaS an. Der Kunde profitiert in erster Linie von dem gemeinsamen Warenkorb. Aber auch Bezahlmöglichkeiten, die nicht jeder kleine Händler anbieten kann, werden von der Plattform angeboten. Im Gegensatz zum Amazon Marketplace steht jedoch der einzelne Shop im Vordergrund und kann auch unter eigener Domain geführt werden.

Meine persönlichen Favoriten vom Social Commerce FORUM folgen noch in eigenen Beträgen. Jan hat eine komplette Zusammenfassung der gelungenen Veranstaltung, Bilder finden sich bei flickr.
Danke an Kongressmedia und viel Erfolg dabei, das Social Web Breakfast auch nach Stuttgart zu holen.