Ich bin nicht der Generalbundesanwalt

Der 3. Stuttgarter Webmontag an der HdM stand unter dem Thema “Semantic Web”, die Inhalte sind bei Hennning, Thorsten Ulmer, Tilman und SoSo schon zusammengefasst.
Auch wenn die Vorträge frei von AJAX, Web2.0, Katzencontent den üblichen Verdächitgen waren, im Anschluss fand man doch wieder zu den Dauerthemen Urheberrecht, Impressumspflicht und informelle Selbstbestimmung.
Nebenbei konnte ich erfahren, dass der Generalbundesanwalt doch sehr bekannt ist. Immerhin hatten mehrere Leser vermutet, dass Kay Nehm bei Henning kommentiert oder meinten, “Kai Nehm” sei ein gut gewähltes Pseudonym.

Die Auswahl der Vorträge schuf einen besonderen Reiz.

  • Ohne groß auf Technik einzugehen beschrieb Rafael Capurro die Bedeutung von vernetzer Information. Die Beziehungen für Maschinen verständlich zu machen, ist wohl die nächte große Aufgabe im Netz.
  • Jan Theofel beleuchtete die Tücken in der Planung großer Blogprojekte. Da kein kommerzieller Aufttraggeber bei seinem Projekt beteiligt war, konnte er auch viele Details preisgeben.
  • Max Völkel erläuterte eine Möglichkeit, beliebige Relationen innerhalb eines Wikis zu definieren und so ganz neue Auswertungen zu ermöglichen.
    (Demo-Wiki)

Wie immer sind die Highlights des Abends eher nebensächlicher Natur:

  • Rafael Capurro fasste das derzeitige Problem im Netz treffend zusammen:

    Sie haben eine Milliarden Menschen und Google. Was ist das? Ein Scheiß! Ein semantisches Chaos!

  • Der Vortrag von Jan Theofel löste die Diskussion des Abends aus: Urheberrecht und Schöpfungshöhe von Rezepten
  • Max Völkel entschuldigte sich dafür, kein Blog zu schreiben und erwähnte, dass 50% aller Mashups lediglich Orte bei GoogleMaps anzeigen.
  • Runnig Gag des Abends von Gratian:

    Viral marketing ist doof und hat Segelohren!

Mit Second Life konnte ich außerdem eine Technik sehen, zu der mir irgendwie der Zugang fehlt. Das reizt mich noch weniger als WoW.

PS: Für Jan