HTML5 Webdev Übersichts Gedöns

{EAV:2924c33cd02ca6d2} So sehr ich auch hinter der Idee von Occupy Flash stehe, so kritisch sehe ich die Zweitverwertung der Occupy-Bewegung. Zwischen Webstandards und Finanzsystem sind noch ein paar kleine Unterschiede.
Leider sind die Grundsätze Use HTML5 Options when available und Develop for web using modern, open standards immer noch mit viel  Erfahrungswissen oder dem Studium langer Tabellen verbunden.

Zu den bekanntesten gehören sicher die Vergleichstabellen zu HTML5 und CSS3 Capabilities moderner Browser (und Browser-Downloadprogrammen aka IEx) von findmyip.

 Ein alternativer Klassiker ist When can I use?

Für mobile Endgeräte gibt es eine extra Übersicht zu mobile html5 von Maximiliano Firmten, Mitautor der O’Reilly Bücher Mobile HTML5, jQuery Mobile und Programming the Mobile Web.

Eine andere spezifische Übersicht ist die Vergleichsmatrix der gängigen JavaScript Frameworks von Matthias Schütz. Die Matrix listet die umfassenden Libraries. Schlanke, spezialisierte Frameworks wie Rock.js (Hannover.js #2) fehlen.

Eine ganze Liste spezieller JavaScript Frameworks ist Teil der Master Thesis von Markus Falk. Beim mobilen Einsatz geht die Schere zwischen mobile Websites über Web-Apps bis zu Hybrid-Apps auf und sorgt für eigene Glaubenskriege. Die Diskussionen an der MTC haben jedoch gezeigt, dass man meist über den Einsatzzweck und ein paar Rahmenbedingungen eine gute Auswahl treffen kann.

Videoeinbindung war das Hauptargument, das noch lange für den Einsatz von Flash ins Feld geführt wurde. Gerrit van Aaken hat die Alternativen zusammengetragen.

Ganz frisch ist die Übersicht der Hardware-Specs verschiedener Tablets von Nuisol.

Der Tablet-Markt dürfte wahrscheinlich noch einige Zeit ein iPad-Markt bleiben, aber irgendwann wird der Rest vom Zoo vielleicht doch relevant. zumindest dem Amazon Kindle Fire gestehe ich gute Chancen zu.

Zu less und SASS gibt es sicher bald auch eine umfassende Übersicht, bis dahin sei die Einführung von Andreas Dantz empfohlen.

Der Vollständigkeit halber dürfen in solch einer Übersicht die Links zu html5 Boilerplate und Initializer nicht fehlen.

ConventionCamp ’11 – Bildauslese

Mein Set auf flickr

was die mobile Zukunft bringen mag

Wir sieht Mobilität in 20 Jahren aus? Die Frage stellt code_n ausgerechnet auf einer Seite, deren Hintergrund-Animation unter iOS nur stockend und unvollständig läuft. Mit Mobilität sind in diesem Fall nicht Elektroautos oder Hoverboards gemeint, sondern Medienkonsum, Arbeitsmittel und Kommunikation.

Nun war Mobilität in diesem Sinn vor 20 Jahren noch eine C-Netz Kiste im Kofferraum und HTML wurde gerade erst vorgestellt. Da entwickelt sich mobile Kommunikation trotz vieler Innovationen inzwischen eher evolutionär. Und was ist jetzt in 20 Jahren?
Die urbane Avantgarde träumt von durchgängiger Breitbandversorgung und freiem Zugang zum Netz. Für viel wahrscheinlicher halte ich einen steigenden Bedarf an mobiler Bandbreite für die neusten Spielereien, während die digitale Kluft weiter wächst. Auf dem flachen Land hat man dann endlich ausreichend Netz für Siri, in Innenstädten wird man über solch schlechte Anbindung lachen. Außer bei Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen und im Zug.

Disruptive Neuerungen erwarte ich weiterhin durch einzelne Geräte, weniger durch Infrastruktur. Das bedeutet beispielsweise, dass bargeldlose Zahlung von Kleinbeträgen mit ein paar Smartphone-Hipstern startet. Die Parkuhr als erste Akzeptanzstelle mit großer Verbreitung ist eine nette Idee, wird aber nie sexy genug.

Für den Blick in die Glaskugel lohnt es wenig, die verbreiteten und konkreten technischen Utopien zu bewerten. Dafür werden sich ja hoffentlich einige Angebote für neue Einstellungen und Bedürfnisse durchsetzen.

Christian Spannagel beschreibt aktuell, was Digital Natives wirklich ausmacht. Von wegen, jeder blogt und schreibt in Wikis. Sie nutzen einfach nur die verfügbaren Medien selbstverständlich und jederzeit. Wichtigstes Kriterium ist, wie leicht der Zugang gestaltet ist. Da kann man nur hoffen, dass in 20 Jahren die wichtigsten Kulturgüter digitalisiert und unter einer offenen Lizenz zugänglich sind. Die Kooperation von Wikimedia Commons und Landesbibliotheken ist in den aktuellen Debatten ein kleines Licht der Hoffnung.

Die Produktionsmittel stehen viel mehr Leuten zur Verfügung und sind und immer einfacher zu bedienen. Florian hat afaik das mobilste Setup zur Medienproduktion und podcastet auch mal im Stau. Das schafft den notwendigen Änderungsdruck und in einem der ZDF Spartenkanäle läuft bereits Best of Mediathek. Die Verwertungskette könnte also in die sinnvollere Richtung gekehrt werden.

Soweit einmal die grundsätzlichen Überlegungen, bis zum Ende der Aktion will ich noch ein paar konkreter Gedanken nachreichen.

Disclosure: Jan Theofel und Sympra haben mich gebeten, meine Gedanken in einen Blogpost zu fassen. Jan kenne ich von den Stuttgarter Webmontagen, sympra vom Lunch2.0