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WissensWert Blog Carnival Nr. 2: eLearning

wissenswertAndrea Back und Jochen Robes rufen zum Blogcarnival auf.

Beschreiben Sie kurz Ihr letztes E-Learning-Erlebnis. Ganz gleich, was Sie unter E-Learning verstehen!

Die Aktion läuft schon seit Anfang März und hat bereits sehr lebendige Schilderungen von CBT und den ersten Bloggern hervorgebracht. (komplette Übersicht)

Elearning muss nicht immer ein Programm mit Abschluss und Zeritifikat sein, in der Kreativ-Szene tummeln sich kurze und freie Tutorials zu den verschiedensten Themen.

Ich bin sicher, Adobe lebt ganz gut von den zahlreichen Online-Tutorials und Screencasts rund um Photoshop und die Creative Suite, zumindest stützt dieses Angebot die Rolle als Marktführer.

Ein Podcast hat es sogar ins Fernsehen geschafft. PhotoshopuserTV ist im Nachtprogramm von Fox Business News zu sehen und hat monatlich über 3 Millionen Downloads in iTunes.
Eigentlich ist es Schulfernsehen, aber Scott Kelby, Dave Cross und Matt Kloskowski schaffen mir Ihren Gästen eine besondere Atmosphäre. Die Show ist voller Humor, Witze und Anekdoten.

Der Erfolg liegt meinem Empfinden nach nicht an den Witzen, sondern an der persönlichen Art. Tutorials von Gästen beginnen mit “Tell us about you and your work” und enden mit der Frage “Where can we find more about you on the web?
Die Photoshop Guys öffnen auch mal ihren privaten Kamerarucksack oder stellen ihren persönlichen Workflow vor und betonen, dass manche Aktionen nur eine komische Vorliebe sind.

Dieses Konzept setzt sich auch bei Kelbytraining fort, dort sind die Videos nach Trainer sortiert und in den Werbevideos zur Plattform stellen die Trainer sich und ihre Arbeit vor.
Dass diese Art des Programms einzelne Ikonen fördert, sollte klar sein und zeigt eher, wie man das alte Geschäftsmodell der Medienanstalten ins Web2.0 retten kann.

Für die Arbeit im Kleinen ergibt sich daraus jedoch, dass Persönlichkeit wichtig ist und das muss nicht eine weltweite Koryphäe, das kann auch ein anderer Mitarbeiter sein. Die Enterprise2.0 Präsentaton von T-Systems MMS greift diesen Gedanken auch gut auf und die Entwicklung der Enterprise Plattpormen wie Clearspace (jetzt Jive SBS), Socialtext oder Confluence fokusiert immer mehr auf den Activity-Stream der Nutzer. Die Entwicklung von Twitter und Facebook wandert in den Bereich Knowledge Management.
Durch die Bindung an einen Namen mit Reputation erhalten die Informationen Glaubwürdigkeit.

Das Lernen in diesen Umfeldern ist auf jeden Fall von Serendipity und Learning-on-Demand geprägt, Zertifikate für verstandene Tutorials sind wohl schwer zu realisieren.

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Enterprise 2.0 FORUM – Rückblick

Konferenztwittern bringt Follower. Fünfzehn User haben meinen Twitterstream während des Enterprise 2.0 FORUM aboniert. Lag wohl an den Retweets von Martin und Jutta, oder an Twemes.

Enterprise 2.0 FORUM

Enterprise 2.0 FORUM

Lag beim letzten Enterprise2.0FORUM der Schwerpunkt noch stark auf Collaboration in Wikis und Vertrauen als Erfolgsfaktor, standen diesmal die Benutzer und Communities im Mittelpunkt.
Sehr gefallen hat mir in der Keynote von David Terrar (D2C, @dt) die Relativierung der Nielsen-Regel (90-9-1) — 90% sind nicht zwangläufig passive Karteileichen, ein Großteil will zuhören und lernen.

Wie schon im Seminar unter der Moderation von Alexander Richter herausgearbeitet, sind klare Ziele und eine Infrastruktur, die sich an diesen Vorgaben und der Firmenkultur orientiert essentiell.
Ähnlich vielfältig wie die Erfahrungen der Seminarrunde waren die Rahmenbedingungen und Lösungen der Fallbeispiele.

Ein ausgiebigen Test von vier Systemen wie ihn die Lufthansa durchgeführt hat, kann sicher nicht jede Firma durchführen.
Das Intranet als Framework für Mashups zu entwickeln ist nur sinnvoll, wenn genügend IT-Know-How in der Firma vorhanden ist.

Aus jeder Fallstudie kann man jedoch Erfahrungen für die eigenen Projekte mitnehmen, zumal die Referenten jeweils die Ausgangssituation und die Besonderheiten sauber vorgestellt haben.

Frank Schönefeld hat die großen Mythen der Social Software sehr präzise auf messbare Verbesserungen reduziert und damit den Kreis zu den notwendigen Zielen bei der Einführung geschlossen.

Außerhalb der Vorträge sind mir noch ein paar Kleinigkeiten aufgefallen.

  • Twitter wurde nicht extra vorgestellt, sondern es war “normal” zu twittern und in der Fragerunde die Tweets zum Vortrag aufzugreifen. Ein paar Besucher haben sich dann in der Pause erkundigt, was das ist.
  • Genauso gängig war der Begriff Wikigärtner bzw. Wikiwichtel, dieser Beruf wurde sonst auch ausführlicher vorgestellt.
  • In Kölns Brauereien gibt es wenig Auswahl für Vegetarier.
  • Wenn man sich in einer Gruppe länger auf englisch mit einer Person unterhalten hat, fällt danach auf deutsch das Sie recht schwer.

Weitere ausführliche Berichte sind bei frogpond, Joachim Lindner, Alexander Richter und auf Enterprise2Open zu finden, meine Bilder sind auf kongressmedia/flickr zu finden.
Ein großes Lob an Kongressmedia für ein abwechslungsreiches Programm und das gelungene Open Space Experiment im Rahmen einer Konferenz.

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Conference Blogging: E2.0FORUM – Seminar

e20forum

Im Seminar Herausforderungen bei der Einführung von Social Software im Unternehmen am Tag vor dem Enterprise 2.0 FORUM fand ein reger Austausch der Wiki- oder Social Software Verantwortlichen unterschiedlichster Firmen und Behörden statt.

Interessant war vor allem, wie ähnlich die Probleme doch sind und welche unterschiedlichen Problemlösungen zum Erfolg führen können.
Für Teilnehmer, die ähnliche Diskussionsrunden schon öfter geführt haben, tauchen hier immer wieder die selben Probleme zu Anfang auf.

Allerdings geht jede Firmenkultur damit anders um und erfolgreiche Ansätze aus Fallstudien stoßen in anderen Betrieben auf massiven Widerstand.

Jetzt aber auf zur Abendveranstaltung…

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noch mal acht Regeln

Wem die acht Regeln von Prof. Kruse bekannt vorkamen, der wird das Fundstück von JP Rangaswami lieben.

Unter dem Titel OSSification stellt er einen Ausschnitt aus dem Simple sabotage field manual vor.

Simple Sabotage Field Manual

Simple Sabotage Field Manual

Auch die restlichen Regeln erinnern oft stark an völlig normales Büroverhalten.
Dabei handelt es sichh um Anweisungen, die Produktion des Gegners zu schwächen.

via JP Rangaswami am Enterprise2.0FORUM 2008. btw am 12.02.2009 findet das zweite e20forum in Köln statt.

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acht Regeln für den totalen Stillstand

Leider ohne Angabe der Quelle: Prof. Kruse über worst-practices der Unternehmensführung.
Acht Regeln für den totalen Stillstand

  • Führungskräfte sollen sich entweder ganz raushalten oder versuchen alles im Griff zuhaben.
    Das Beste ist, permanent alles im Griff zu haben und manchmal plötzlich völlige Freiheit geben.
  • Diskussionen über anstehende Veränderungen konsequent nur auf informeller Ebene führen
  • Möglichst viele Aktivitäten gleichzeitig starten um ständige Überforderung zu garantieren
  • Umfassenden Wettbewerb intern ausrufen um Konkurrenzdenken der Mitarbeiter zu fördern
  • Es sollte stets ausdauernd und unnachgiebig nach den zentralen Verursachern von Problemen gesucht werden. Erst nach der Analyse über Änderungen nachdenken
  • Keine öffentliche Diskussion über den Sinn bestehender Regeln.
  • Beschlüsse sollten auf formeller Ebene möglichst schnell konsensfähig sein, um dann informell sofort in Frage gestellt zu werden.
  • Die Veränderungsgeschwindigkeit auf Beschlussebene sollte stets größer sein als auf Umsetzungsebene.

gefunden via: blog.coremedia – related (das Interview mit Prof. Kruse habe ich schon einmal empfohlen)

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