was die mobile Zukunft bringen mag

Wir sieht Mobilität in 20 Jahren aus? Die Frage stellt code_n ausgerechnet auf einer Seite, deren Hintergrund-Animation unter iOS nur stockend und unvollständig läuft. Mit Mobilität sind in diesem Fall nicht Elektroautos oder Hoverboards gemeint, sondern Medienkonsum, Arbeitsmittel und Kommunikation.

Nun war Mobilität in diesem Sinn vor 20 Jahren noch eine C-Netz Kiste im Kofferraum und HTML wurde gerade erst vorgestellt. Da entwickelt sich mobile Kommunikation trotz vieler Innovationen inzwischen eher evolutionär. Und was ist jetzt in 20 Jahren?
Die urbane Avantgarde träumt von durchgängiger Breitbandversorgung und freiem Zugang zum Netz. Für viel wahrscheinlicher halte ich einen steigenden Bedarf an mobiler Bandbreite für die neusten Spielereien, während die digitale Kluft weiter wächst. Auf dem flachen Land hat man dann endlich ausreichend Netz für Siri, in Innenstädten wird man über solch schlechte Anbindung lachen. Außer bei Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen und im Zug.

Disruptive Neuerungen erwarte ich weiterhin durch einzelne Geräte, weniger durch Infrastruktur. Das bedeutet beispielsweise, dass bargeldlose Zahlung von Kleinbeträgen mit ein paar Smartphone-Hipstern startet. Die Parkuhr als erste Akzeptanzstelle mit großer Verbreitung ist eine nette Idee, wird aber nie sexy genug.

Für den Blick in die Glaskugel lohnt es wenig, die verbreiteten und konkreten technischen Utopien zu bewerten. Dafür werden sich ja hoffentlich einige Angebote für neue Einstellungen und Bedürfnisse durchsetzen.

Christian Spannagel beschreibt aktuell, was Digital Natives wirklich ausmacht. Von wegen, jeder blogt und schreibt in Wikis. Sie nutzen einfach nur die verfügbaren Medien selbstverständlich und jederzeit. Wichtigstes Kriterium ist, wie leicht der Zugang gestaltet ist. Da kann man nur hoffen, dass in 20 Jahren die wichtigsten Kulturgüter digitalisiert und unter einer offenen Lizenz zugänglich sind. Die Kooperation von Wikimedia Commons und Landesbibliotheken ist in den aktuellen Debatten ein kleines Licht der Hoffnung.

Die Produktionsmittel stehen viel mehr Leuten zur Verfügung und sind und immer einfacher zu bedienen. Florian hat afaik das mobilste Setup zur Medienproduktion und podcastet auch mal im Stau. Das schafft den notwendigen Änderungsdruck und in einem der ZDF Spartenkanäle läuft bereits Best of Mediathek. Die Verwertungskette könnte also in die sinnvollere Richtung gekehrt werden.

Soweit einmal die grundsätzlichen Überlegungen, bis zum Ende der Aktion will ich noch ein paar konkreter Gedanken nachreichen.

Disclosure: Jan Theofel und Sympra haben mich gebeten, meine Gedanken in einen Blogpost zu fassen. Jan kenne ich von den Stuttgarter Webmontagen, sympra vom Lunch2.0

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HannoverJS #2

Auch mit geringen JavaScript-Kenntnissen habe ich mich zur zweiten Ausgabe des HannoverJS gewagt. Location Sponsor des barcamp Hannover, die Dr. Buhmann Schule, stellt die Räume, Orga liegt unter anderem bei Christoph Burgdorf und Neoskop.

usability

Normen Ludwig hat einen netten kurzen Überblick zu Aspekten von usability gegeben, leicht verdauliche Kost zum Einstieg.

rock.js

Standard Formelemente sind langweilig und jedes aktuell bekannte Replacement Framework bringt seine eigenen Probleme mit sich.

Marcel und Christian schreiben deshalb mit rock.js ein eigenes Framework, dass bei minimaler Codegröße die maximale Funktionalität der nativen Elemente bietet. Originalelement und Replacement sind in Sync, die Elemente reagieren also auf andere Skripte und lassen sich mit CSS3 gestalten. Auf mobilen Geräten können weiterhin die nativen Controls genutzt werden, gerade die Selectboxen sind unter iOS stark für dicke Daumen optimiert und das möchte man ja gern behalten.

Eine produktiv genutzte stabile Version kann man in der Wärmepumen Welt begutachten, auf github kommt im nächsten Schritt einen Branch mit stable Releases.

Die beiden wollen noch für weitere ausgewählte Controls aus der jQuery UI Bibliothek durch schlanke Alternativen ersetzen und freuen sich über Forks, Feature Request, Bugreports und natürlich weitere Verwendung in freier Wildbahn.

JavaScript Performance Basics

Gunther Dueck erklärt Leidenschaft mit dem Unterschied zwischen Tütensuppen und dem Studium frischer Tomaten.
So ähnlich hat Pascal Precht an JavaScript Grundlagen erinnert, die vor lauter bequemen jQuery gern in Vergessenheit geraten.

Wer den Aufbau der Sprache und den Scope verstanden hat, kann besser Schleifen optimieren, teure Datenzugriffe, DOM-Manipulationen und die Anzahl an reflows minimieren. Bilder, Slides und Rückblick von Pascal sind schon online.

Das dritte HannoverJS Meetup ist regulär am vierten Donnerstag, dem 24. November angesetzt. Kurz vorher gibt es noch das zweite tapeup im Hannover CoworkingSpace Edelstall und natürlich die t3n Awards.

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Welt HD App – erste Eindrücke

Für trnd kann man derzeit die Welt HD App testen und 60 statt 30 Tage die aktuelle Ausgabe auf das iPad bekommen.

Nach der Installation war ich zuerst irritiert, weil die App nicht im Newsstand auftaucht, sondern als klassische App im Springboard lebt. Vor allem durch die Nähe zum iOS5 Release hatte ich erwartet, dass hier die neuen Funktionen gezeigt werden sollen.

Ansonsten ist die App für  Zeitungsleser recht nett gemacht, mein Medienkonsum passt schon länger nicht mehr dazu. In einer App sammeln sich Nachrichten-Ticker, Berichte, Sudoku und Börsenübersicht. Die Bündelung ist für den Frühstückstisch oder den Zug zur Arbeit vielleicht ganz nett. Auf dem iPad verwirrt mich das aber eher, hauptsächlich weil jeder dieser Bereiche eine eigene Navigationslogik hat.

Insgesamt bleibt als erster Eindruck, dass sich die Techniker wirklich mühe gegeben haben. Ich hatte keinen Absturz, die Animationen laufen sauber und das Interface ist an vielen Stellen aufgeräumt. Leider wirkt der Content an vielen Stellen so sehr in das ungewohnte Korsett gepresst, dass es überall unvorteilhaft herausquillt.

Das Projekt läuft ja noch eine Weile, da hat es noch Zeit für den ein oder anderen Verriss. Nach dem ersten Tagen vielleicht nur ein kurzes Beispiel für so ein hässliches Speckröllchen. Unter jedem Bericht wird der Autor genannt. Aber warum wird der nicht verlinkt? Kostet doch nichts und gerade in politischen Analysen will man ja mehr als einen Text von einem Autor mal gelesen haben. Die Frage mag nun kleinlich klingen, aber wenn die Seite 5 eines Berichts nur aus einer Leerzeile und dem Autorennamen besteht, dann würde das in jedem Proof bemäkelt werden. Auf dem iPad schaut man einfach ungläubig und fragt sich dann, warum man gerade umblättern musste. Und dann ist das Hurenkind nicht mal verlinkt.

 

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iOS5 Photo Sync mit Aperture reparieren

Passend zum Update auf iOS5 musste ich die Aperture Library aus dem Time-Machine Backup wiederherstellen. Anschließend ließen sich die Alben, Ereignisse und Gesichter nicht mehr mit dem iPhone synchronisieren.

Anscheinend bin ich nicht allein mit dem Problem und der erste Treffer für den iPhoto Sync funktioniert auch mit Aperture:

iTunes Photo Sync

iTunes schließen, danach die Aperture-Library über  Paketinhalt anzeigen im Finder zugänglich machen und im Ordner iPod Photo Cache sämtliche Dateien löschen. Anschließend den Papierkorb leeren und iTunes neu starten.

Anschließend läuft der Sync auch über WLAN. Bei Musik hat es übrigen gereicht einmal sämtliche Dateien per Sync auf dem iPhone zu löschen und anschließend neu aufzuspielen

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sechs Jahre Microfunding – Kiva hat Geburtstag

Kiva feiert seinen sechsten Geburtstag. Die Plattform vermittel Mikrokredite, ähnlich wie die Grameen Bank von Muhammad Yunus. Mein erster Kontakt mit TED waren die Vorträge zum Thema Rethinking Poverty. Besonders Ngozi Okonjo-Iweala, Finanzministerin in Nigeria und Iqbal Quadir mit seinen Berichten aus einem Kriegsgebiet haben Eindruck bei mir hinterlassen.

Mit kleinen Summen, angefangen bei 25$ kann man selbst auswählen, welches Projekt man unterstützen möchte. Die Rückzahlungen landen im Kiva Konto und können neu investiert oder auf das eigene Konto ausbezahlt werden.

Mikrokredite können sicher keine humanitäre Katastrophenhilfe ersetzen, für ein gesundes Wachstum des Kleingewerbes und vielleicht auch des Mittelstands sehe ich diesen Weg aber als durchaus eine interessante Ergänzung zu bestehenden Systemen.

Kiva Lender PageBei bisher 26 Krediten habe ich noch keinen Ausfall erlebt und alle Rückzahlungen wieder neu auf Kiva investiert, sobald mein Konto über 25$ stand. In Einzelfällen wurde mal ein Kredit wegen Formfehler nicht ausgezahlt und sofort auf das Kiva-Konto erstattet.

Als kleinen Nerd-Spaß bin ich der Gruppe Church of the Flying Spaghetti-Monster beigetreten, obwohl ich kein Pastafari bin. Die tolerieren sicher auch Ungläubige. Wenn jemand eine passenderes Team für mich hat, lasse ich mich gerne einladen.

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