Monthly Archives: April 2009

Ein ♥ für Blogs

Ein ♥ für Blogs
Immer wieder werden Blogs als aussterbende Publikationsform angeführt. Die Verlinkung geht nach den Statistiken von Technorati zurück, die Diskussion findet in Friendfeed, Facebook oder Twitter statt, die Blogroll ist Google Adwords gewichen.
Doch viele Blogs sind nicht so selbstreferentiell wie A-Blogger, die seit Jahren das Medium neu erklären und bringen einfach nur netten Content.

Kai Müller {stylepion} hat den Vorschlag gemacht, die wenig verlinkten Blogs aus dem Feedreader einmal vorzustellen.
Von seiner Liste kannte ich bisher nur Peter Kröner aus der Blogroll von Gerrit van Aacken.
Aus meiner Leseliste:

les Mads

Am Barcamp Offenburg hat Heiko Hebig den Modeblog les Mads als ein Beispiel für einen der Blogs auf Glam.de vorgestellt. Jessie, Julia und Schnati schreiben über Mode, Lifestyle und Trends.
Die üblichen Lifestyle Magazine haben mir zu viele und oft zu plumpe Themen. Um die Trends halbwegs aufzuschnappen ist les Mads wunderbar geeignet und bietet einene ausgewogenen Mix zwischen Haute Couture, prêt-à-porter und H&M.

The Satorialist

Zweiter Modeblog ist The Satorialist, ein Photoblog mit Street Photos. Hier muss ich zugeben, nur etwa 10-20% der Einträge zu “lesen”, im Fokus stehen urbane Trends, geschmackvolle Kombinationen und extravagante Einzelteile.

USA Erklärt

Scot W. Stevenson steht mit USA erklärt in den deutschen Blogcharts und war für den Grimme Online Award 2007, Kategorie Wissen und Bildung nominiert. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass viele dieses Blog nicht kennen.
Scot Stevenson kennt die Missverständnisse zwischen Deutschen und Amerikaner aus eigener Ehe erster Hand und erklärt sehr objektiv, warum Amerikaner sich in bestimmer Art und Weise verhalten und wie unser typisch deutsches Verhalten ankommt.
Die Artikel sind durchweg sauber recherchiert und werden häufig mit offiziellen oder historischen Quellen belegt.
Wie gründlich die Recherchen sind, durfte ich bei einem Themenvorschlag erfahren.

Freundlicherweise gibt es die fünf besten Artikel in einer Übersicht dür einen ersten Einstieg.
Da die angesprochenen Themen doch sehr polarisierend sind, ist die Kommentarfunktion abgeschaltet.

Mark Shuttleworth

Auf die Beiträge von Mark Shuttleworth habe ich hier schon ab und zu verwiesen. Der Gründer von Thawte und Canonical schreibt über Softwareentwicklung. Aber nicht über Algorithmen, APIs oder Frameworks sondern über die langfristige Strategie der Linux Community, die Zusammenarbeit verschiedener OpenSource Projekt und grundlegende Designfragen.

Oft wird er auch als Self-Appointed Benevolent Dictator for Life, SABDL bezeichnet und verkörpert einen collaborativen und teamorientierten Stil der Unternehmensführung.

he posted a question on an Ubuntu list. Not an order. Not a policy decision. A question: “Should we think about…?” he asked. (CIO.com)

Diese Haltung findet sich auch im Blog wieder. Lesenswert für alle, die sich mit freier Software und offener Collaboration beschäftigen

vowe.net

Volker Weber hat wohl die beste FAQ-Seite da draußen. Wer diesen Humor mag, wird ceci n’est pas un blog lieben. Technik, Netzfundstücke und IBM sind die Schwerpunkte.

INJELEA

Darf man ein DokuWiki Blog nennen? Zumindest nutzt Frank Hamm dieses System erfolgreich und schreibt über Enterprise2.0, das Social Web und Regionales aus dem Selztal.
Für Freunde von “IN Jedem Ende Liegt Ein Anfang” gibt es sogar ein jährliches Webtreffen mit sehr gutem Wein in einer wunderbaren Umgebung.

aus den Charts

Ohne Kommentar meine Favorites aus den bekannten Blogs

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web@classic

Die Duisburger Philharmoniker (Blog, Flickr, youtube, @philharmoniker) laden Blogger und  andere musikinteressierte Netzbewohner zum Konzert ein, das UPLOAD Magazin/Jan Tißler vermittelt die Karten.

  • Samstag, 25. April, 20.00 Uhr
  • Mercatorhalle Duisburg im CityPalais
  • WDR Sinfonieorchester Köln unter der Leitung von Thomas Hengelbrock und mit Alina Pogostkina an der Violine.

Das Programm

  • Joseph Haydn: Sinfonie C-Dur Hob. I:60 “Il Distratto“?
  • Sergej Prokofjew: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 19
  • Béla Bartók: Konzert für Orchester

Wie man an die Karten kommt, steht beim UPLOAD Magazin.

Allen, die mit klassischer Musik wenig anfangen können, sei die Einführung von Benjamin Zander empfohlen: Classical music with shining eyes (TED Talk Feb 2008)

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wikando in der closed beta

Nach der ersten Ankündigung ist wikando jetzt in die closed beta gestartet. Im Gründertagebuch und im Blog lassen sich die Verbesserungen der letzten Monate nachlesen.
Invites gibt es keine, es warten noch genügend Pixelmännchen auf den Einlass.

Ein schneller Rundgang durch wikando:

Projekte, Einzelpersonen und Unternehmen haben jeweils eine Profilseite, die Bereiche sind optisch durch verschiedene Farben getrennt.
Projektseiten können zusätzlich mit Blogbeiträgen und Bildern versehen werden.

Allen drei Profilarten kann man auf eine Merkliste setzen, also folgen. Den Activity-Stream aller gemerkten Personas findet man auf der Übersichtsseite.

Freundeslisten, also synchrone Beziehungen sind nicht vorhanden. (Hat jemand den Link zur Diskussion asynchrone vs. synchrone Relationships auf facebook/twitter?) Teams oder Gruppen fehlen auch.

Projekte können mit Sach-, Geld-, oder Zeit- oder Wissensspenden unterstützt werden.
Für die ersten drei Kategorien wird eine Nachricht an den Projektleiter geschickt, Geldspenden werden über wikando direkt abgewickelt.
Als Zahlungsmethoden stehen Überweisung, die originelle sofortüberweisung und PayPal zur Verfügung. Spenden werden zu 100% weitergeleitet.

Von den Funktionen ist wikando ähnlich wie betterplace.org aufgestellt. Beide finanzieren sich über die teilnehmenden Unternehmen.

Alternative Ansätze für Online-Charity wären aktuell:

  • Helpedia.de hier können Privatpersonen Aktionen starten, um Spenden für eine Hilfsorganisation zu sammeln.
  • Kiva.org ähnlich wie bei der  Grameen Bank werden keine Spenden sondern Mikrokredite ausgegeben. Die Ausfallquoten dieser Kredite ist erstaunlich gering.
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